Skip to main content

Zelten mit Kind: Überlebensguide für Eltern


Mit diesem Beitrag nehme ich an der Blogparade von sos-fernweh.com teil, welche die Reiseglücke verschiedener Autoren im Jahr 2019 vorstellen möchte.

Mein persönliches Urlaubshighlight ist jedes Jahr der Zeltplatz in Markgrafenheide (Ostsee).

Wieso?
Ganz einfach. Du kannst morgens aus deinem Zelt krabbeln, im Freien frühstücken und danach einfach sitzenbleiben.
Im Hotel kannst du das nicht.
Denn dann stehen schon die anderen Gäste am Essensbuffet und du fühlst dich genötigt, Platz zu machen.

Wieso ist Zelten für ein Kind besser, als ein Hotelurlaub?

Was gibt es Schöneres, als die freie Zeit im Kreise der Familie zu verbringen?
Man genießt entspannte Stunden mit den Liebsten und kann dabei so richtig schön die Seele baumeln lassen.

Am besten gelingt dies bei einem Ausflug in die Natur, zum Beispiel bei einem Zelttrip.
Beim Camping mit Kind nehmen die Kleinen ein Auszeit vom Alltag.
Und das gilt auch für dich.
Denn umgeben vom Grün kann man leicht abschalten und alle Sorgen und Nöte vergessen.

Dabei ist ein solcher Campingtrip für den Nachwuchs auch ein aufregendes Abenteuer.
Denn in der Natur gibt es viel zu entdecken.
Du unternimmst mit den Kleinen kleine Wanderungen ins Grün durch Wälder und Täler oder zeigst dem Nachwuchs auf mehreren Spaziergängen die Umgebung.

Welche besonderen Momente hat man durch Camping oder Zelten mit Kind?

Für Kinder ist vor allen Dingen der Aufenthalt im Grünen sehr angenehm.
Besonders Kinder, die in eher städtischen Gebieten aufwachsen, bekommen durch so einen Trip ein Gespür für die Natur.
Mitunter sehen sie Tiere, die so sonst nur aus dem Fernsehen oder dem Internet kennen.

Schon der Auftakt des Urlaubs hält einen besonderen Moment für die ganze Familie bereit.
Wenn du einen Platz zum Zelten gefunden hast, kann die Familie ihr Teamwork unter Beweis stellen.
Alle helfen mit beim Aufbau des Zeltes.
Hier hat jeder eine bestimmte Aufgabe: Während der eine die Stangen zusammensteckt, kümmert sich ein anderes Familienmitglied um die Heringe und ein wieder anderes um das Entfalten des Zeltes.
Schon bald steht das Familienzelt: ein schönes allererstes Erfolgserlebnis.

Außerdem sind die Ausflüge zum Camping mit dem Nachwuchs eine gute Möglichkeit, um mal Zeit nur mit der Familie zu verbringen.
Die Kleinen werden nicht abgelenkt durch Freunde und auch der Fernseher, das Tablet oder die Spielkonsole ist weit entfernt.
Ebenso kannst du selbst dich auch voll auf deine Liebsten konzentrieren.
So erlebt ihr in der Natur besondere Momente, die euch als Familie noch näher zusammenschweißen.

Zu den besonderen Momenten beim Camping mit dem Nachwuchs gehört auch das gemeinsame Essenzubereiten.
So können schon kleinere Kinder dabei helfen, zum Beispiel indem sie den Campingtisch vor dem Zelt decken.

Ein weiteres Highlight ist es, gemeinsam den Sonnenuntergang zu betrachten.
Das geht besonders schön beim Camping am Meer oder beim Camping in den Bergen.
Denn hier wird euch ein herrliches Naturschauspiel geboten, wenn die Sonne im Meer oder hinter den Bergen versinkt.

Ebenso aufregend ist ein Sonnenaufgang.
Du stellst dir den Wecker, sodass ihr alle zusammen einen neuen Tage begrüßten könnt.
An den malerischen Anblick der aufgehenden Sonne schließt ihr dann das gemeinsame Frühstück an, um gut gestärkt in den Tag zu starten.

Welche Vorbereitungen sollte man treffen, wenn man mit Kind zeltet bzw. campt?

Bevor der Zelttrip mit den Kindern startet, ist eine gewissenhafte Planung nötig.
So solltest du einen Campingplatz aussuchen, der auf Familien ausgerichtet ist.

Ein Party-Camp mit vielen Jugendlichen ist hier eher ungeeignet, da diese dazu neigen, auch zu späterer Stunde noch etwas lautere Musik zu hören. Schau dich nach geeigneten Angeboten um.
Zeltplätze mit direktem Zugang zu einem See oder mit Blick auf das Meer stellen besondere Highlight dar und sind tolle Ausgangspunkte für spannende Ausflüge in das Umland.

Ebenso bietet es sich an, die Zeltplätze, die für euren Trip in Frage kommen, nach der Ausstattung zu filtern.

  • Gibt es einen eigenen Supermarkt am Platz oder müsst ihr hier längere Wege in Kauf nehmen?
  • Wie sind die Sanitäranlagen des Zeltplatzes ausgestattet?
  • Gibt es vielleicht sogar einen Aufenthaltsraum, den ihr bei einem starken Regen kurzzeitig ansteuern könnt?

Alle diese Fragen sind wichtig bei der Entscheidung für den richtigen Campingplatz.

Abhängig davon, wohin die Reise gehen soll, ist es vielleicht ratsam, bestimmte Impfungen beim Nachwuchs auffrischen zu lassen.
Das ist vor allen Dingen bei Trips in südliche Regionen dringend zu empfehlen.

Auch eine Tetanus-Impfung ist hier ratsam.
Kümmere dich auf jeden Fall auch darum, dass jemand in eurer Abwesenheit die Blumen im Haus mit Wasser versorgt, damit euch bei der Rückkehr in die heimischen vier Wände keine böse Überraschung erwartet.

Sollte man mit Kind eine Fern- oder doch nur eine Nahreise machen?

Wenn du mit den Gedanken spielst, einen Campingtrip mit dem Nachwuchs zu unternehmen, dann ist der passende Ort natürlich sehr wichtig.
Viele fragen sich, ob sich für die Ferien mit Kind eher Fernreisen eignen oder Nahreisen die bessere Wahl sind.

Hier ist vor allen Dingen das Alter des Sprösslings entscheidend.
Wenn das Kind schon älter ist, dann bietet es sich an, auch ein weiter entferntes Ziel ins Auge zu fassen.
Denn dabei kann der Nachwuchs tolle neue Eindrücke sammeln.

So hast du zum Beispiel die Möglichkeit, den Urlaub mit Kind im Zelt mit einem Städtetrip zu kombinieren und dabei verschiedene bekannte Sehenswürdigkeiten zu präsentieren.
Dann hat der Nachwuchs am ersten Schultag nach den Ferien viel zu erzählen.

Besonders beim Trip mit kleineren Kindern empfehlen Experten aber, ein Ziel zu wählen, das nicht so weit entfernt von der Heimat liegt.
Denn mitunter erwischt die Kinder schon nach wenigen Tagen das Heimweh.
Wird dies schlimmer, musst du den Trip gegebenenfalls abbrechen.
Hier ist eine schnelle Heimfahrt von großem Vorteil.

Außerdem hat eine kurze Strecke Vorzüge bei verschiedenen Notfällen. Wenn das Kind zum Beispiel krank wird.
Dann startest du direkt die Fahrt nach Hause.
Denn im eigenen Bett und in seiner vertrauten Umgebung wird der Sprössling noch immer am schnellsten wieder gesund.

Vielleicht ist der Urlaub mit den Nachwuchs auch nur als Trip mit einem Elternteil geplant.
In diesem Fall ist es ebenfalls ratsam, kurze Wege zu wählen.
Denn so hat der Partner die Möglichkeit, den Urlaubern einen kleinen Besuch im Grünen abzustatten.
Und zudem ist ein Urlaub in der Nähe praktisch, wenn ein Elternteil erst verspätet aufbrechen kann, beispielsweise aufgrund von beruflichen Verpflichtungen, und daher nachkommt.

Was kann man beim Zelten alles mit dem Kind machen?

Beim Zelten mit Kind stehen dir viele Optionen offen, denn die Natur hat viel zu bieten.
Am besten machst du dich schon im Vorfeld schlau, welche Routen in der Umgebung zu finden sind und welche davon sich auch für eine Wanderung mit Kindern eignen.

Bei der Auswahl der Strecken achtest du darauf, dass sie mit kleinen Highlight unterwegs versehen ist.
Vielleicht gibt es schöne Aussichtspunkte, die den Kleinen einen imposanten Ausblick versprechen.
Auch ist bei diesen Wanderungen wichtig, dass du regelmäßig eine Pause einlegst.
Wenn du die Kinder bei der Planung der Route für die Wanderung mit einbeziehst, steigert das die Vorfreude der Kleinen auf den Trip zusätzlich.

Außerdem bietet sich an, ein romantisches Lagerfeuer zu entfachen.
Frag dafür aber auf jeden Fall vorher beim Besitzer des Campingplatzes um Erlaubnis.

Mitunter gibt es sogar extra eingerichtete Feuerplätze für solche Vorhaben.
Hierbei sind natürlich alle gängigen Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten, damit die Sicherheit für alle Beteiligten garantiert ist.
Auch ist ein solches Lagerfeuer nur mit Kindern zu empfehlen, die schon ein wenig älter sind.

Wenn du dich an die vorgegebenen Regeln hältst, wird ein solches Feuer zur Abendstunde aber zu einem schönen Erlebnis für Groß und Klein. So kannst du dem Nachwuchs zum Beispiel bei dieser Gelegenheit spannende Gruselgeschichten erzählen.
Oder ihr macht gemeinsam Stockbrot, das direkt in der Glut gegart wird.

Worauf sollte man verzichten – was ist unverzichtbar?

Bestimmte Dinge werden beim Camping in der Natur nicht unbedingt gebraucht.
Dazu zählen zum Beispiel verschiedene elektronische Geräte zur Unterhaltung. So können die Spielekonsolen im Taschenformat oder das Tablet bei dieser Gelegenheit zu Hause bleiben.

Auch solltest du dir eine kleine Handypause auferlegen. Denn im Urlaub ist es nicht nötig, ständig das Display des Smartphones im Blick zu haben. Gönn dir lieber diese Auszeit und konzentriere dich voll auf die Familie.

Manche Dinge sind allerdings beim Zelten mit dem Nachwuchs unverzichtbar.
Wichtig ist zum Beispiel, dass du über ein ausreichend großes und robustes Zelt verfügst.
Diese Unterkunft sollte auch verschiedenen Witterungsbedingungen standhalten.
Entscheide dich hier für ein hochwertiges Familienzelt, das über getrennte Schlafkammern verfügt.
So haben sowohl die kleinen als auch die Erwachsenen in diesem Zelt im Großformat einen eigenen Rückzugsort.

Kleinere Zelte sind für die Unterbringung der ganzen Familie eher ungeeignet.
Es gibt aber auch die Möglichkeit, dass die Kinder in einem ganz eigenen Zelt übernachten.
So stellen sie nicht nur ihre Selbstständigkeit unter Beweis, sondern erleben den Trip auch als besonderes Abenteuer.

Es bietet sich an, Campingstühle einzupacken.
So könnt ihr gemütlich vor dem Zelt beisammensitzen und die weiteren Ausflüge planen.

Ausreichend Nahrung gehört ebenso ins Gepäck wie eine kleine Kühlbox, in der du die Lebensmittel länger frisch halten kannst.
Auch ein Notfallset darf nicht fehlen. In diesem sollten unter anderem Jod und Verbandsmaterialien zu finden sein.

Und selbstverständlich ist die Kleidung beim Zelttrip entscheidend…
Du packst für alle Familienmitglieder wetterfeste Kleidung ein.
Denn ein Schauer kann euch immer überraschen.
Ebenso ist aber auch luftige Kleidung wichtig für den Aufenthalt im Freien bei Sonnenschein.
Denk für diesen Fall auch an Sonnencreme und Sonnenhüte.

Welche Vorteile und Nachteile hat das Zelten/Camping mit Kind?

Zu den Vorteilen zählt, dass die Familie beim Camping mit dem Nachwuchs näher zusammenkommt.
In der Umgebung der Natur können verschiedene Probleme besprochen und aus dem Weg geräumt werden.

Außerdem stärkt der Aufenthalt im Grünen den Zusammenhalt der Familie. Kinder lernen beim Zelten die Natur viel besser kennen. Sie können auf Ausflügen verschiedene Flora und Fauna entdecken, die es zu Hause nicht gibt.

Natürlich gibt es aber auch verschiedene Nachteile, die von jedem Camper unterschiedlich wahrgenommen werden.
Dazu gehört auch, dass beim Zelten nie der Komfort des heimischen Bettes erreicht werden kann.

Vielmehr müssen die Kinder hier ein paar Kompromisse eingehen.
Der Boden mag etwas härter sein und mitunter fehlt einfach das Gefühlt von weichen Decken und Kissen.
In den meisten Fällen sollte dieses Problem aber nach einer Umstellungsphase von etwa ein bis zwei Nächten behoben sein.

Ebenfalls von Nachteil ist, dass man weniger Zeit für sich allein hat. Beim Zelten ist man hauptsächlich mit den anderen Personen zusammen.

Darüber hinaus fühlen sich einige Kinder beim Camping mit der Familie auch gestört durch nervige Insekten und Co.
Diese sind hier in der Natur natürlich häufiger anzutreffen als in den heimischen vier Wänden.

Fazit:
Das Zelt mag ein wenig unkomfortabler sein als das heimische Schlaf- oder Kinderzimmer, es ist aber eine gute Möglichkeit, in der Natur zu übernachten.
Beim Camping mit den Kindern hast du die Gelegenheit, den Kleinen die Natur nahezubringen.
Ihr unternehmt zum Beispiel Wanderungen und Ausflüge, die dem Nachwuchs noch lange Zeit in guter Erinnerung bleiben.
Außerdem rückt die gesamte Familie beim Camping in der Gruppe näher zusammen.
Durch diverse Aufgaben und Tätigkeiten wird das Gemeinschaftsgefühl gestärkt.
Und darüber hinaus ist der Zelturlaub mit der Familie auch eine gute Möglichkeit, sich so richtig schön zu erholen.
So kommt ihr mit einem guten Gefühl aus dem Urlaub zurück und denkt noch lange Zeit gerne an die gemeinsame Zeit im Grünen zurück.

Über den Autor:

Mein Name ist Mathias Mücke und ich bin Autor und Inhaber von ScioDoo.

Das Ziel von ScioDoo ist es, dass du hier Informationen findest, welche du für deinen Alltag, Schule, Studium oder eine betriebliche Weiterbildung brauchst.

Aber nicht nur das...

Gleichzeitig will ich das Wissen recht unterhaltsam servieren, so dass du vielleicht mal wiederkommst.

Ich weiß selbst, dass dieser Ansprung enorm ist.

Aber deshalb arbeite ich auch jeden Tag an mir und an diesem Projekt, so dass du auch jeden Tag neues kostenloses Wissen bekommst.

Nicht schlecht, oder?

Also bis später vielleicht.

LG Mathias Mücke


Tasse

Wie gefiel dir der Beitrag?

Vielleicht möchtest du auch in Zukunft mehr solcher Beiträge lesen.

Aber du solltest wissen...

ScioDoo.de ist ein Projekt, welches von mir freiwillig und mit hohem Aufwand vorangetrieben wird.

Wenn du ScioDoo nützlich und hilfreich findest, bitte ich dich, das Projekt mit einer kleinen Spende zu unterstützen.

Schon der Preis einer Tasse Kaffee kann reichen, um morgen wieder weiter zu machen.

Mehr erfahren


Ähnliche Beiträge