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5 Gründe, warum Evolution so wichtig ist


Evolution oder die Theorie von der Entstehung der Arten war ein Meilenstein in der Biologie.
Aber nicht nur dort. Denn anhand der Evolutionstheorie ergibt alles einen Sinn.

In diesem Beitrag möchte ich dir 4 Gründe zeigen, wieso die Evolution so wichtig ist.

Evolution ist wichtig, weil es eine Reaktion auf Umwelteinflüsse darstellt

Aus einem kleinen Blickwinkel betrachtet, beschreibt die Evolution, wie es zu der enormen Artenvielfalt auf der Erde kam. Doch vergrößert man die Linse, beschreibt Evolution auch – wie wir entstanden sind und warum wir so sind, wie wir sind.

Dass wir alle von Bakterien abstammen sollen, erschreckt die meisten Menschen.
Denn schließlich glaubt jeder von uns, dass er irgendwie besonders wäre. So halten wir unsere Errungenschaften hoch und verdecken ganz gern unsere Niederlagen. Wir versuchen uns stets ins rechte Licht zu rücken und uns besser zu machen, als wir sind. Scheinbar leiden Menschen an Erfolgs- und Anpassungsdruck.
Das wir so sind, kann anhand der Evolution erklärt werden.

Mit der Evolutionstheorie kam der Gedanke auf, dass wir nichts weiter als ein Zufallsprodukt dieser Welt sind.
Erschreckend, oder?

Aber ganz so nüchtern, ist es dann auch nicht.
Evolution fand auch immer dort und dann statt, als sich die Arten ändern mussten.
So kam es im Laufe der Weltgeschichte zu Vulkanausbrüchen, zu Epidemien oder zu anderen Naturkatastrophen.

Verschiedene Arten vermochten sich anzupassen und andere verloren den Kampf gegen die Umwelt.
Die schlecht angepassten Arten zogen sich entweder aus den Gebieten zurück oder starben aus.
Besser angepasste fanden Nahrung, konnten sich vermehren und ein Gebiet komplett erobern.

Aus Arten wurden verschiedene Unterarten, welche eine bestimmte Eigenschaft besaßen – um in gewissen Lebensräumen besser überleben zu können. Auch Darwin erkannte, dass der Nandu sich vom sogenannten Darwin-Nandu unterschied. Dieser ist kleiner als der „gewöhnliche Nandu“ und konnte sich dadurch besser an die Gegebenheiten der Anden anpassen.

Evolution bedeutet somit Anpassung.
Und durch die bessere Anpassung konnten die Arten neue Gebiete erschließen, sich dort vermehren und Populationen stiegen.

Evolution ist wichtig, weil das Leben vor dem Aussterben bewahrt wird

Evolution geschah niemals von heute auf morgen.
Und auch nicht von einer auf die nächste Generation.
Stattdessen dauerte die Anpassung mehrere Millionen Jahre.

Aber irgendwann besaß ein Lebewesen – einer spezifischen Gruppe – eine ganz bestimmte Eigenschaft.
Und dieser Eigenschaft, hatte es zu verdanken, dass es besser in seiner Umwelt zurechtkam.
Dies versprach ihm, länger zu leben, dadurch mehr Nachkommen zu zeugen oder bessere Nahrungsquellen zu erschließen.

Und durch diese Anpassung und der damit verbundenen höheren Fortpflanzungswahrscheinlichkeit, bestand auch eine höhere Wahrscheinlichkeit dafür, dass viele seiner Nachkommen diese besondere Eigenschaft hatten.
Daraus folgt, dass nach und nach immer mehr Lebewesen der Gruppe, diese besondere Eigenschaft hatten.
Und dadurch entstand eine neue Art und die alte Art, so wie man sie kannte, war entweder territorial verdrängt oder ausgestorben.

Wahrscheinlich wäre das Leben auf der Erde längst vorbei gewesen, wenn sich die Arten nicht angepasst hätten.
Somit erklärt die Evolution den Anpassungsdruck und den daraus resultierenden Vorteil.

Evolution ist wichtig, weil es trotz allem ein richtungsweisendes Konzept liefert

Diese besonderen Eigenschaften sind alle zufällig entstanden.
Aber dennoch führten sie dazu, dass das Leben immer komplexer wurde.

Es entstanden nach und nach, immer mehr Arten – welche sich immer besser anpassen konnten.
Und so kam es, dass Arten entstanden – welche in vielerlei unterschiedlichen Gebieten zurechtkamen.

Dadurch ergab sich ein Zufall-Konzept, welches die Natur scheinbar verfolgt.
Denn scheint es so, als würfle die Natur und sieht dann erst – ob es funktioniert.
Alles was nicht funktioniert, wird im Laufe der Zeit natürlich abgeschafft.
Und alles was sich als richtig oder zweckmäßig herausstellt, bleibt erhalten.

Evolution ist wichtig im Hier und Jetzt

Dass Evolution auch mal schneller geht, beweisen uns die Bakterien.
Heute werden zigtausende Menschen mit Antibiotika behandelt.

Die Masse der Bakterien stirbt bei der Behandlung.
Dennoch gibt es einige Kulturen, welche eine Behandlung überleben. Diese haben im Laufe ihrer Evolution gelernt, einen Wirkstoff gegen die Antibiotikabehandlung zu entwickeln. Somit haben sie sich dieser Umweltbedingung angepasst und sind somit resistent gegenüber dem Antibiotikum.

Aber es wird noch schlimmer….
Dadurch, dass man in Krankenhäuser und bei Fachärzten immer zum Antibiotikum greift – haben sich in kürzester Zeit richtige Superbakterien entwickelt, welche gegen alle möglichen Arten von Antibiotika resistent sind.
Man kann sagen, dass wir diese Bakterien gezüchtet haben – weil wir diese immer wieder den unmöglichsten Bedingungen ausgesetzt haben und sie somit dazu zwangen, sich anzupassen. Durch diese Anpassung werden die Bakterien vor dem Aussterben bewahrt, was wiederum unserer Gesundheit schadet.

Evolution ist wichtig, weil es das große Ganze erklärbar macht

Das Leben auf unserer Erde – so wie es ist und tagtäglich stattfindet – lässt sich nur anhand der Evolution erklären.
Und dabei ist es egal, ob es um die Entstehung der Arten geht oder um unsere menschlichen Züge und Verhaltensweise.
Denn selbst ein Kinderlachen, menschliches Sozialverhalten oder Gruppenzwang lässt sich anhand der Evolution und ihrem Anpassungsdruck auf Umwelteinflüsse erklären.

Und auch die großen Themen bekommen, unter evolutionärer Sichtweise, eine neue Bedeutung.
So lassen sich der Urknall, das Aussterben ganzer Arten, Kriege, Klimawandel und die Tatsache, dass wir jedes andere Leben scheinbar verdrängen – durch Evolution erklären.

Das mag der ein oder andere nicht gut finden, dennoch ergibt vieles bzw. alles einen Sinn.
Vom ukrainischen Wissenschaftler Theodosius Dobzhansky stammt das Zitat:

Nichts macht Sinn in der Biologie außer im Lichte der Evolution

Wir Menschen ziehen geistige Grenzen. Und zwar im Kopf, in Religionen und auf Landkarten.
Unserem Wesen verdanken wir es, dass wir uns in Familien, Nationalitäten oder Glaubensgemeinschaften einteilen.
All dies ergibt Sinn im Lichte der Evolution.

Und wir glauben, dass wir uns in irgendeiner Weise vom übrigen Leben auf der Erde unterscheiden und abheben.
Diese Betrachtung macht, so glaube ich, wenig bis keinen Sinn.
Aber durch die Evolutionstheorie wird diese Denkweise auf jeden Fall erklärbar.


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