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Pater John Hughes: Priester der Odd Fellows | Peaky Blinders


John Hughes war ein Priester und Logenbruder der Odd Fellows, welche auch als Wirtschaftsverband oder Section D bekannt waren.

Odd Fellows: Geschichte und Bedeutung

Die Odd Fellows sind eine Loge, welche im 18. Jahrhundert in England entstanden ist. Umgangssprachliche Synonyme für Loge sind auch Burschenschaften, Bünde, Interessengemeinschaften oder Bruderschaften.

Die Odd Fellows waren ursprünglich ein Zusammenschluss verschiedener Handwerker, ähnlich wie die Freimaurer-Loge. Zusammen konnten die Mitglieder ihre Interessen und Beschlüsse gegenüber politischen Behörden besser durchsetzen.

Ab 1723 wurden diverse Orden in England gegründet, deren Ursprünge wahrscheinlich dem Odd Fellow Orden folgten. Um gemeinsam stärker für eigene Interessen einzustehen, beschloss man, diese kleineren Orden zu vereinen. Deshalb wurde 1814 eine Körperschaft mit dem Namen: „The Manchester Unity of the Independent Order of Odd Fellows“ aufgestellt.

Aus dieser Körperschaft gingen weitere Orden ab 1819 in den USA, ab 1870 in Deutschland und 1871 in der Schweiz hervor. Heute umfasst der Orden verschiedene Logen in ganz Europa, den USA und der westlichen Welt. Die Mitgliederzahl in Deutschland betrug 2019 circa 1200 Mitglieder. In der Schweiz umfasst der Orden circa 1900 Mitglieder und im restlichen Europa circa 100.000 Mitglieder.

John Hughes Biografie in Peaky Blinders

In der TV-Serie Peaky Blinders wird Pater John Hughes durch den britischen Schauspieler Paddy Considine verkörpert. Den ersten Auftritt hat die Figur in Staffel 3 Folge 2.

In der Serie ist der Priester ein Vertreter der Wirtschaftsliga, wahrscheinlich eine gesonderte Loge der Odd Fellows. Diese haben es sich zur Aufgabe gemacht, ihre wirtschaftlichen Ressourcen zu schützen. Besonders bedrohlich empfinden die Logen-Mitglieder die Entwicklung in Russland seit der bolschewistischen Revolution.

Deshalb wollen Pater Hughes und sein Kollege, der Abgeordnete Patrick Jarvis, eine ähnliche Entwicklung in England unbedingt verhindern. Um dies zu erreichen, verbinden sie sich mit den Romanovs, den letzten Überlebenden der russischen Zarenfamilie. Mit ihnen zusammen wollen sie England in eine Verschwörung hineinziehen, um die britisch sowjetische Diplomatie dauerhaft zu stören.

Dazu sollen Panzer aus der Lanchester Motorenfabrik gestohlen werden, um anscheinend die Zaren beim Kampf gegen die Sowjetkommunisten zu unterstützen. Die sowjetischen Botschafter erfahren allerdings von John Hughes vom geplanten Diebstahl. Diese sind dadurch gezwungen einzugreifen und werden einen Anschlag auf englischen Boden verüben.

Laut Hughes Ideen sollten beim sowjetischen Eingreifen einige Menschen sterben, da dies die britische Öffentlichkeit bewegen würde und die Diplomatie zur Sowjetunion dauerhaft destabilisieren würde.

Durch dieses Täuschungsmanöver soll sich letztlich die englische Regierung gegen die Sowjetunion stellen und die Zarenfamilie kann eine Konterrevolution von Georgien aus unternehmen.

Für den geplanten Panzerraub engagieren Hughes und die Romanovs eine Gangsterbande aus Birmingham, welche sich selbst als Peaky Blinders bezeichnen. Deren Anführer ist Thomas Shelby, welchen sie mit Schmuck – im Wert von 70.000 Pfund – bezahlen wollen. Doch der Gangster kommt hinter das Komplott und dessen Schwester Ada arrangiert ein Treffen mit der russischen Botschaft.

Den Botschaftern macht der Gangster klar, dass sie – im Falle eines Raubes der Panzer – nicht einschreiten sollen. Denn diese Provokation ist von Hughes und den Odd Fellows beabsichtigt, um die Sowjetunion zu einem Gewaltakt zu bewegen. Um die Botschafter in Sicherheit zu wiegen, lässt Thomas Shelby die Schlagbolzen aus den Panzern entfernen.

John Hughes bekommt mit, dass Thomas Shelby mit der Sowjetunion kooperiert und entführt dessen Sohn Charles. Dadurch setzt er den Gangster weiterhin unter Druck und zwingt ihn dazu, den Zug mit den Panzern zu sprengen. Bei diesem Attentat sterben 6 Menschen. Es wurde allerdings so vertuscht, dass die Indizien auf einen Gewaltakt seitens der Sowjetunion zeigen. Außerdem soll Thomas Shelby den Schmuck der Romanovs stehlen und diesen dann der Wirtschaftsliga überführen.

Doch Thomas Shelby bekommt heraus, wo sich John Hughes aufhält und schickt seinen Cousin Michael Gray, um den Priester zu töten und Tommys Sohn zu befreien.

John Hughes Tod und Vergangenheit

John Hughes leitet ein Internat für verwaiste Jungen. Michael wurde als Kind seiner Mutter Polly entzogen und kam in die Obhut des Priesters. Wahrscheinlich wurde er vom Geistlichen missbraucht und fragt deshalb bei seinem Cousin Thomas Shelby gezielt nach, ob er den Mann umbringen darf.

Als Michael beim Priester eintrifft, ist dieser gerade bei Charles. Als der Geistliche das Zimmer verlässt, blickt er in den Lauf von Michaels Pistole. Dieser schießt allerdings nicht sofort, wodurch Hughes ihn entwaffnen und in einen Zweikampf verwickeln kann.

Schließich gewinnt Michael im Kampf die Oberhand, kniet sich auf den Priester und durchtrennt dessen Kehle mit einem scharfen Gegenstand, wahrscheinlich ein Messer. John Hughes stirbt in Staffel 3 Folge 6. (Siehe Todesliste Peaky Blinders)


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