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18 Merkmale der Stadt als Lebensraum, Biotop, Ökosystem


Feldhase (Lepus europaeus) stadt

Der Feldhase (Lepus europaeus) lebt als Kulturfolger des Menschen in Städten


Städte bieten einen vielfältigen Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Bebaute Gebiete und Parks locken dabei unterschiedliche Spezies an. Einige haben sich sogar auf das Leben in Städten spezialisiert.

Merkmale einer Stadt als Biotop und Lebensraum

Urbanisierung ist eine der größten Gefahren für die Tier- und Pflanzenwelt. Gleichzeitig schaffen Städte jedoch viele verschiedene Lebensräume, in denen sich völlig unterschiedliche Lebewesen wohlfühlen. Sie zerstören damit einerseits den natürlichen Lebensraum der zuvor dort lebenden Tiere und Pflanzen und schaffen dafür einen neuen.

Feldmaus (Microtus arvalis) stadt

Die Feldmaus (Microtus arvalis) ist an das Stadtleben angepasst


Das Besondere an dem Lebensraum Stadt ist, dass er auf engem Raum unterschiedliche Lebensräume schafft. Gärten ziehen andere Lebewesen an als auf den ersten Blick lebensfeindlich erscheinende Industriegebiete. Trotzdem gibt es überall Tiere und Pflanzen, die sich auf das Leben in der Stadt spezialisiert haben. Viele unterscheiden sich mittlerweile auch von Artgenossen, die außerhalb der Stadt leben.
Waschbär (Procyon lotor)

Der Waschbär (Procyon lotor) lebt ursprünglich in Nordamerika, wurde im 20. Jahrhundert in Europa als Pelztier eingeschleppt und kommt nun in heimischen Wäldern und Städten vor. In Stadtgebieten ernähren sich diese Kleinbären vom Müll der Menschen.

Städte haben ein eigenes Klima. Das sorgt dafür, dass besonders in Großstädten Tiere zu finden sind, die für diese Gegend eigentlich untypisch sind. Auch auf die Pflanzen hat das veränderte Klima Auswirkungen: Sie passen ihre Blütezeit an die Temperaturen in der Stadt an. In eng bebauten Gegenden kommt wenig Sonnenlicht bis zum Boden.

Gleichzeitig ist die Luft trockener, was auf die Kanalisation zurückzuführen ist. Durch sie wird Regenwasser direkt abtransportiert und hat keine Zeit, zu verdunsten. Einzelne Bäume haben darauf bereits enormen Einfluss. Sie erhöhen die Luftfeuchtigkeit und reinigen gleichzeitig die Luft so stark, dass um sie herum eine spürbar besseres Klima entsteht.

Chemische Prozesse in der Stadt

Das eigene Klima in Städten verschiebt sich gegenüber des Klimas auf dem Land hauptsächlich in die wärmere Richtung. Städte sind im Schnitt ein bis zwei Grad wärmer. Bestimmte Orte können jedoch noch deutlich wärmer werden. Bis zu neun Grad sind da keine Seltenheit.

Verursacht wird dieses eigene Klima durch die vielen Beton- und Asphaltoberflächen. Sie heizen sich tagsüber auf und geben nachts die Wärme wieder ab. Dadurch steigt die Temperatur in Städten tagsüber stärker als im Umland. Nachts hat sie keine Zeit, wieder abzukühlen.

Verstärkt wird der Effekt durch die geringe Luftfeuchtigkeit und Abgase. Kohlendioxid sorgt dafür, dass die aufgestaute Hitze an Ort und Stelle bleibt.

Auch im Winter ist es in Städten wärmer. Die Heizungen und Industrieanlagen geben ständig Wärme ab. Viele Häuser, besonders ältere, sind so schlecht isoliert, dass man sogar sehen kann, wie sie Wärme abgeben. Wenn im Winter Schnee auf den Dächern liegt, schmilzt er bei schlecht isolierten Häusern schneller. Auf einigen bleibt er gar nicht erst liegen. Bei gut isolierten Häusern ist das nur um den Schornstein zu beobachten. Auch über die Fenster geht Wärme verloren, sodass selbst bei Minusgraden Städte insgesamt wärmer sind als ländliche Gebiete.

Diesem Effekt können Grünanlagen entgegenwirken. Kleine Parks mit Bäumen und Wiesen kühlen ihre Umgebung bis zu 100 m weit. Die fast frei liegende Erde sorgt dafür, da sie sowie die wachsenden Pflanzen die Wärme nicht so stark aufnehmen. Um eine Stadt abzukühlen braucht es daher viele kleine Parks. Ein großer kühlt zwar ebenfalls seine Umgebung, aber sein Effekt reicht ebenfalls nur etwa 100 m weit ins bebaute Gebiet.

Im Schnitt regnet es in Städten mehr. Das hängt mit der höheren Luftverschmutzung zusammen. Sie sammelt sich in einer Art Glocke über der Stadt und bildet Wolken. Diese Wolken regnen sich an Ort und Stelle wieder ab. Aus diesem Grund ist es in Städten auch häufiger neblig. Durch die Schadstoffe ist der Regen in Städten saurer. Außerdem nimmt er zusätzlichen Schmutz mit, wenn er auf Asphalt oder Dächer trifft.

Die Schadstoffe sind zu den Hauptverkehrszeiten am höchsten konzentriert. Außerdem schwebt ein Großteil auf einer Höhe von bis zu zwei Metern über dem Boden. Damit befinden sich die meisten Schadstoffe etwa auf Kopfhöhe der Menschen. Noch schlimmer wird die Belastung häufig im Hochsommer. Vor allem in eng bebauten Großstädten sind in dieser Zeit die höheren Luftschichten deutlich wärmer als die unteren.

Diesen Effekt nennt man „Inversionswetterlage“. Er führt dazu, dass die Schadstoffe nicht aufsteigen können. Sie sammeln sich auf den ersten paar Metern über der Erde und reichern sich immer weiter an. Dadurch entsteht sogenannter Smog, der mancherorts dazu führt, dass man den Himmel nicht mehr sehen kann. Er gefährdet außerdem die Gesundheit.

Ökologisches Gleichgewicht

Stabilität des Lebensraumes

Der Lebensraum Stadt unterliegt einem ständigen Wandel. Der Mensch greift dauerhaft und enorm in ihn ein, wodurch kein ökologisches Gleichgewicht zustande kommen kann. Parkanlagen werden nicht langsam durch Bebauung verdrängt, sondern gezielt und schnell planiert. Genauso geschieht es in die andere Richtung: Leerstehende Häuser oder Wohnkomplexe werden plötzlich abgerissen, um Platz für einen Erholungsraum mit Wiesen und Bäumen zu schaffen.

Die Lebewesen in der Stadt sehen sich daher mit besonderen Problemen konfrontiert. Tiere können diesen plötzlichen Veränderungen häufig entfliehen, während Pflanzen ihnen einfach zum Opfer fallen.

Die Bedeutung der Stadt als Lebensraum und Ökosystem

Auch wenn es nicht so scheint, sind Städte für allerhand Tiere und Pflanzen ein nicht mehr wegzudenkender Lebensraum geworden. Einige haben sich so sehr an das Leben in den Städten angepasst, dass sie sich von ländlichen Artgenossen unterscheiden. Außerhalb der Stadt würden sie mit ihrer Lebensweise nicht mehr überleben.

Allerdings müssen die Folgen vom Verschwinden der Städte für die Tier- und Pflanzenwelt wohl kaum diskutiert werden. Die Vorteile überwiegen dennoch und dass es dazu kommt, ist so gut wie ausgeschlossen.

Tiere und Pflanzen in der Stadt

Der Lebensraum Stadt besteht nicht nur aus Häusern und Dächern. Auch Parks, Gärten, leerstehende Komplexe und Kirchen bilden eigene kleine Lebensräume für spezielle Tiere oder Pflanzen.

Häuser

Hauswände bieten diversen Insekten einen Lebensraum. Auch im Boden um ein Haus siedeln sich Ameisen, Asseln, Würmer oder Sandbienen an. Diese Insekten locken wiederum Spinnen und Insektenfresser wie Mäuse an. Marder und Hermeline wagen sich daher zur Jagd ebenfalls häufiger in die Städte.

Hausmarder Steinmarder (Martes foina)

Der Steinmarder (Martes foina) bewohnt mitunter die Dächer von Häusern und wird deshalb auch als Hausmarder bezeichnet


Balkone bieten Platz für Topfpflanzen. Weil dafür meistens Blumen genutzt werden, finden sich um sie herum viele Bestäuber. Sie leben in Ritzen zwischen den Steinen oder nutzen eigens für sie aufgehängte Insektenhotels. Insektenfressende Vögel sind daher auch häufig hier anzutreffen. Sie nisten in Regenrinnen, unter losen Dachziegeln, in um die Häuser stehenden Bäumen oder in Nistkästen. Für die Körnerfresser hängen viele Menschen extra Futterkugeln auf. Auch Sonnenblumen sind für sie ein gefundenes Fressen.
Haussperling (Passer domesticus)

Der Haussperling (Passer domesticus) bzw. Spatz ist ein typischer Stadtvogel

Dächer

Dächer sind nicht nur ein perfekter Nistplatz für Vögel wie Schwalben, Mauersegler oder Spatzen. Sie dienen außerdem Falken, Tauben oder Krähen zur Orientierung. Von dort oben können sie einen großen Bereich überblicken, nach Fressfeinden Ausschau halten und Nahrung suchen.

Stadttaube (Columba livia forma domestica)

Die Stadttaube (Columba livia forma domestica) stammt wahrscheinlich von verwilderten Zucht- und Brieftauben ab, die wiederum aus Felsentauben gezüchtet wurden


Die auf dem Dach nistenden Vögel müssen sich vor Mardern und Waschbären in Acht nehmen. Diese Tiere sonnen sich gern und plündern die Nester. Außerdem gelangen sie durch lose Dachziegel ins Haus und leben oder überwintern auf Dachböden.

Parks und Gärten

In Parks und Gärten leben ebenfalls viele Insekten. Ihnen kommt vor allem zugute, dass das Holz an diesen Orten nicht wirtschaftlich genutzt wird. Das heißt, dass die dort stehenden Bäume meistens viel älter sind als in Wäldern. Aus diesem Grund finden vor allem Destruenten ein reiches Nahrungsangebot. Sie profitieren von den alten Bäumen, die ihnen kaum noch etwas entgegenzusetzen haben.

Wildschwein (Sus scrofa) Stadtpark

Wildschwein (Sus scrofa) im Stadtpark


Auf den Grünflächen pflanzen viele Stadtverwaltungen verschiedene Blumen an, die zu unterschiedlichen Jahreszeiten blühen. In privaten Gärten finden sich ebenfalls viele Blumen, aber auch Gemüsepflanzen und Obstbäume. So haben Bestäuber und körnerfressende Vögel und Nager immer etwas zu fressen.
igel insektenfresser stadt

Die Igel (Erinaceidae) gehören zur Ordnung der Insektenfresser, genauso wie Maulwürfe – Beide Tierfamilien kommen in verschiedenen Arten in Städten vor


Natürlich gibt es dort, wo es Insekten gibt, ebenfalls Insektenfresser. Daher leben auch diverse Vögel, Mäuse und ihre Fressfeinde in Parks und Gärten. Auch Hauskatzen gehen gern dort auf die Jagd.
stadtfuchs Rotfuchs (Vulpes vulpes)

Der Rotfuchs (Vulpes vulpes) dringt als Stadtfuchs ebenfalls in sämtlichen Stadtgebiete vor


Teiche und Bäche bieten Schilf und anderen Wasserpflanzen einen Lebensraum. Auch eingesetzte Fische und Enten finden dort Futter. Weil diese Bereiche nachts meist menschenleer sind, nehmen auch andere Tiere den Weg auf sich. Füchse, Dachse und Kaninchen stillen ihren Durst und bedienen sich am Nahrungsangebot. Selbst Wildschweine nutzen städtische Parks. Sie plündern Mülleimer oder suhlen sich in Pfützen. Tagsüber verschwinden sie in umliegende Wälder.
stadtteich stockenten blässhühner häckerschwäne

Stadtteich mit Stockenten (Anas platyrhynchos), Blässhühnern (Fulica atra) und Höckerschwäne (Cygnus olor)

Leerstehende Komplexe und Brachlandschaften

Ehemals genutzte Gebiete bieten einen ganz anderen Lebensraum als bewohnte Häuser oder aktive Industrieanlagen. Auf dem Asphalt findet kein Verkehr mehr statt. Daher können Reptilien wie Eidechsen und Schlangen ihn zum Sonnen nutzen. Auch stillgelegte Gleise nutzen die Tiere gern dafür.

Die Komplexe werden mit der Zeit von Pflanzen überwuchert, was Insekten und Insektenfresser anlockt. Beide finden an und in den leeren Gebäuden Unterschlupf.

Schrott und Haufen mit Totholz locken Mäuse und Ratten an. Sie nisten darunter und ernähren sich von allem, was sie im Umkreis finden. Das Totholz dient außerdem Insekten wie Scheinbockkäfern, Bienen, Wespen, Falter und Haarmücken außerdem zur Ernährung ihrer Brut oder zum Nestbau.

Wenn sich nach Regen auf dem Asphalt Pfützen bilden, legen Molche und Unken dort ihre Eier ab. Die ausgewachsenen Tiere leben ebenfalls in den und um die Brachlandschaften.

Mauersegler (Apus apus)

Der Mauersegler (Apus apus) ähnelt den Schwalben, gehört aber zur Familie der Segler. Die Mauersegler brüten an mehrgeschossigen Altbauten, darunter Wohnhäusern, Kirchtürmen, Fabrikgebäuden oder Bahnhöfen. Überall dort, wo sich kleine Hohlräume unter dem Dach bilden. Besonders beliebt sind verlassene Häuser als Brutplatz.

Kirchen

Kirchen bieten durch ihre hohen Türme einen speziellen Lebensraum. Dort oben ist es menschenleer, sodass sich auch scheue Tiere niederlassen können. Turmfalken, Bussarde und Habichte suchen die Umgebung nach Mäusen ab. Eulen ruhen in Fenstern und Glockentürmen und tun es den anderen Greifvögeln nachts gleich.

Turmfalke (Falco tinnunculus) kirchenturm

Turmfalke (Falco tinnunculus) im Turmfenster der evangelischen Marienkirche in der Hansestadt Salzwedel


Auch Schwalben finden an den alten Gemäuern perfekte Nistmöglichkeiten. Die Vögel benötigen rauen Stein, um ihre aus Lehm und Speichel bestehenden Nester zu bauen. Neu gebaute Häuser bieten ihnen diesen häufig nicht mehr. Sie sind daher auf alte Gebäude angewiesen.

Auf die Stadt spezialisierte Tiere und Pflanzen an Beispielen

Mittlerweile existieren sowohl Tiere als auch Pflanzen, die in Städten häufiger vorkommen, als in ihren ursprünglichen Lebensräumen, bzw. sich ans Leben in den Städten angepasst haben. So ist es bei Schwalben und Moosen der Fall.

Schwalben

Schwalben sind vom Aussterben bedroht. Ihnen fehlen Nistmöglichkeiten und Futter. Sie haben sich schon früh an das Leben mit dem Menschen gewöhnt. Da sie Insektenfresser sind, finden sie in der Landwirtschaft viel Futter. Ställe bieten außerdem sichere Nistmöglichkeiten und Schutz vor plötzlich eintretender Kälte.

Auch in Städten sieht man überall unter Dächern Schwalbennester. Sie hängen vor allem an Mehrfamilienhäusern, weil Schwalben ihre Nester in einer Mindesthöhe von drei bis vier Metern anbringen. Sie zu entfernen, ist verboten. Durch Kot können die Tiere den Menschen jedoch stören, was sich durch unter dem Nest angebrachte Kotbretter beheben lässt.

Mehlschwalbe (Delichon urbicum) Nest Jungtier

Die Mehlschwalbe (Delichon urbicum), hier mit Nest und Jungtier, wird auch als Stadtschwalbe bezeichnet.


Schwalben finden außerhalb von Städten weniger Nistmöglichkeiten als innerhalb. Nisten sie in dünn besiedelten Gebieten mit vielen Grünflächen, finden sie außerdem genug Futter für ihre Brut. Gleichzeitig müssen sie sich gegen den Hausspatz durchsetzen, der gern angefangene Schwalbennester erobert und selbst nutzt. Auch dieser Vogel hat sich auf das Leben in der Stadt spezialisiert. Er unterscheidet sich von seinem wild lebenden Verwandten in Aussehen und Ernährung.

Moose

Moose sind robuste Pflanzen, die selbst an steilen Hauswänden wachsen können. Sie erobern sich damit Lebensräume, die keine andere Pflanze erreicht. Auch auf Dachziegeln wachsen sie gern und bieten damit anderen Pflanzen einen Lebensraum. Diese nutzen das Moos als Nährboden für sich selbst.

In Städten nutzen Menschen Moose außerdem als Bioindikatoren. Sie zeigen Veränderungen in ihrer Umgebung an, weil sie Wasser und Schadstoffe aus Regen und Luft speichern können. Ändert sich etwas an den Lebensbedingungen, können Forscher diese Änderungen anhand des Mooses schnell erkennen. Dank der Moose kann auch der Klimawandel sichtbar gemacht werden: Während der letzten Jahre des 20. Jahrhunderts drangen insgesamt 32 Moosarten nach Mitteleuropa vor. Vorher wuchsen sie nur in atlantischen und mediterranen Gebieten.

Zusammenfassung

  1. Städte zerstören den natürlichen Lebensraum von Tieren und Pflanzen und schaffen gleichzeitig einen neuen.
  2. Der Lebensraum Stadt ist durch unterschiedliche Bebauung und grüne Parks oder Gärten sehr vielfältig.
  3. Städte sind im Schnitt zwei Grad wärmer als die unbebaute Umgebung und haben eine geringere Luftfeuchtigkeit.
  4. Tiere und Pflanzen haben sich an das besondere Stadtklima angepasst.
  5. Einzelne Bäume heben die Luftfeuchtigkeit spürbar, viele kleine Parks können Städte deutlich abkühlen.
  6. Schadstoffe werden vor allem im Hochsommer zur Gefahr, weil sie nicht aufsteigen können.
  7. In Städten gibt es kein ökologisches Gleichgewicht, weil der Mensch dauerhaft eingreift.
  8. Lebensräume für Tiere und Pflanzen ändern sich durch Baumaßnahmen ständig und plötzlich.
  9. Einige Tiere und Pflanzen haben sich auf das Leben in Städten spezialisiert.
  10. Ein Wegfallen von Städten als Lebensraum wäre trotzdem mit mehr Vorteilen für die Tier- und Pflanzenwelt verbunden.
  11. Hauswände und der Boden um sie herum ist für Insekten und Insektenfresser attraktiv.
  12. Auf Dächern ruhen und nisten verschiedene Vögel.
  13. Parks kommen besonders Destruenten zugute, da die Bäume nicht wirtschaftlich genutzt werden und daher meistens älter sind als in Wäldern.
  14. Parks ziehen vor allem nachts Waldbewohner an, da sie menschenleer sind und ein breites Nahrungsangebot bereitstellen.
  15. Ungenutzte Häuser erobert die Natur zurück.
  16. Kirchen sind für Raubvögel und Schwalben wichtig, die in und an den Türmen nisten und von dort oben nach Beute Ausschau halten.
  17. Schwalben sind an das Leben mit dem Menschen angepasst und finden in der Natur mittlerweile weniger Nistmöglichkeiten und Futter.
  18. Moose können steile Hauswände als Lebensraum erobern und dienen gleichzeitig als Bioindikator für Veränderungen in Luft und Regenwasser.

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