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29 Merkmale des Wattenmeers als Biotop, Ökosystem & Lebensraum


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Das Wattenmeer der Nordsee ist ein einzigartiger Lebensraum. Er beherbergt etwa 250 Tier- und Pflanzenarten, die nur dort vorkommen. Heutzutage ist das Wattenmeer außerdem ein beliebtes Touristenziel.

Wodurch zeichnet sich der Lebensraum Wattenmeer aus?

Das Wattenmeer bezeichnet vorrangig das Küstengebiet der Nordsee. Dieser Lebensraum ist auf der Welt einzigartig. Zwar gibt es noch weitere Gebiete, die wie das Wattenmeer durch den Tidenhub abwechselnd überflutet werden und trocken liegen. Aber diese Gebiete sind deutlich kleiner, sodass keines eine ähnlich große Artenvielfalt wie das Wattenmeer der Nordsee entwickeln kann.

Das Wattenmeer umfasst einen Raum von 500 km zwischen den Niederlanden und Dänemark. Es ist an den meisten Stellen breiter als 10 km und kommt auf eine Gesamtfläche von etwa 8000 Quadratkilometern.

wattenmeer nordsee karte

Wattenmeer an der Nordseeküste Deutschlands (Germany) und Niederlanden (Netherlands)


Der Wattboden besteht aus Meeressedimenten. Wellen und Flüsse tragen diese ins Watt, wo sie sich ablagern und anreichern. Die Sedimente bestehen aus verschiedenen Bodenarten, wie Sand, Ton oder Schluff. Aber es gibt auch tierische Sedimente, die sich aus Schalen von Schnecken und Muscheln bilden, sowie pflanzliche Sedimente aus Algen und Wasserpflanzen.

In Deutschland sind die wichtigsten Flüsse, welche das Wattenmeer mit Sediment versorgen, die Elbe und die Weser.

Abschnitte des Wattenmeers

Das Wattenmeer besteht nicht nur aus dem Watt. Vom Meer aus gesehen beginnt das Wattenmeer mit Sandbänken. Die liegen manchmal so hoch, dass sie nie oder nur sehr selten überschwemmt werden. Diese Sandbänke sind nicht von Pflanzen bewachsen, werden aber von Vögeln und Seehunden als Rastplätze genutzt.

sandbank Wattenmeer-Nationalpark Schleswig-Holstein

Sandbank im Wattenmeer des Nationalparks in Schleswig-Holstein


Hinter den Sandbänken kommen Düneninseln. Diese sind bewachsen und werden vom Wasser und Wind in ihrer Form stetig verändert. Dadurch können sie sogar ihre Position verändern. Auch die bewohnten Inseln der Nordsee gehören zum Wattenmeer dazu.

Hinter den Düneninseln befindet sich das eigentliche Wattenmeer, welches ebenfalls kleinere Inseln und Halligen aufweist. Zusätzlich ist es auch bei Ebbe von Prielen, kleinen Wasserläufen, durchzogen. Diese Priele können bis zu 30 m tief sein und gefährlich starke Strömungen mit sich bringen. Diese Strömungen wechseln ihre Richtung je nach Ebbe oder Flut.

dünen wattenmeer nordsee

Dünen des Festlandes als spezieller Küstenabschnitt einer Wattküste


Letztendlich gehören auch die Dünen des Festlandes zum Wattenmeer dazu. Sie grenzen es vom Festland ab und schützen beide Bereiche vor Überschwemmungen. Tritt das Meer bei Hochwasser über die Dünen, würde es viel Sediment vom Wattenmeer mit sich nehmen. Geschieht das zu oft, stört dies das Gleichgewicht des Lebensraumes.

Chemischen Prozesse im Wattenmeer

Das Wattenmeer ist ein wechselhafter Lebensraum. Das Wasser im Boden hat normalerweise einen Salzgehalt von 2,5 bis 3,0 %. Das entspricht auch der Menge Salz, die sich im Wasser der Nordsee befindet. Wenn es bei Ebbe allerdings regnet, wird das restliche Salzwasser verdünnt. Häufig hat es dann nur noch einen Salzgehalt von gerade mal 1,0 %. Damit unterbietet es sogar das Süßwasser mit seinen im Schnitt 1,3 % Salzgehalt.

Andersrum, bei starker Sonneneinstrahlung, trocknet das Wasser weg und der Salzgehalt im Restwasser steigt stark an. Manchmal bilden sich sogar Risse im Boden oder Salzkrusten darauf. Auch im Winter, wenn das Wasser gefriert, ändert sich der Salzgehalt ständig.

priele Gezeitenbucht im Wattenmeer

Priele in einer Gezeitenbucht im Wattenmeer


Der Wechsel zwischen Ebbe und Flut führt außerdem zu starken Temperaturschwankungen, die es im Meer normalerweise nicht gibt. Wasser erwärmt sich nur sehr langsam und gibt die gespeicherte Wärme anschließend über lange Zeit wieder ab. Das bedeutet, dass die dort hausenden Lebewesen stabile Temperaturen gewöhnt und an diese angepasst sind.

Im Watt sieht es ganz anders aus. Der Boden kann sich bei Ebbe schnell auf über 20 °C aufheizen, während das Wasser nur bei 5 °C lag. Verbliebene Pfützen oder flache Priele nehmen ebenfalls schnell Hitze auf. Das bedeutet, dass Lebewesen im Watt ganz andere Temperaturen aushalten müssen.

Der Boden im Wattenmeer ist reich an Mineralien. Auch die Sauerstoffversorgung ist durch die ständige Wasserbewegung sehr gut. Allerdings kann der feine Boden diesen kaum speichern. Bereits nach wenigen Zentimetern ist kaum noch Sauerstoff im Boden zu finden. Daraus folgt eine chemische Reaktion zwischen Eisen und Schwefelwasserstoff, zwei Stoffe, die ebenfalls im Wattboden lagern. Bei Sauerstoffmangel reagieren sie miteinander und bilden Eisensulfid. Eisensulfid sorgt für die schwarze Färbung im Schlick und verströmt einen unangenehmen Geruch. Daher riecht das Watt häufig nach faulen Eiern.

Entstehung des Wattenmeers

Das Wattenmeer bildete sich erst vor etwa 10.000 Jahren. Grund für seine Entstehung war das Ende der letzten Eiszeit. Durch das viele Schmelzwasser stieg der Meeresspiegel an, sodass aus dem Gebiet, das zuvor Festland war, das Watt wurde. Insgesamt dauerte dieser Vorgang etwa 3000 Jahre. Bohrungen haben ergeben, dass das Watt erst etwa 7000 Jahre alt ist.

Damit sich an der Nordsee dieser einzigartige Lebensraum bilden konnte, waren mehrere Faktoren nötig. Wichtig war beispielsweise der auffällig gerade Boden. In den meisten Küstengebieten fällt der Meeresboden rasch um viele Meter ab. An der Nordsee ist es gerade mal ein Meter auf einen Kilometer. Das heißt, dass die Küste der Nordsee selten von starken Wellen getroffen wird, welche den Sand wegtragen könnten. Stattdessen häufen die sanften Wellen diesen weiter an. Das Wattenmeer hält sich dadurch selbst im Gleichgewicht und verhindert, dass es verschwindet.

Zusätzlich sorgen Flüsse dafür, dass die Nordseeküste mit feinen Partikeln (Sand, Ton) versorgt wird. Dadurch ist es für das Wattenmeer auch nicht gefährlich, dass während der Ebbe die oberste Sedimentschicht trocknet und dadurch leicht vom Wind fortgetragen werden kann. Es kommt immer ausreichend Sediment nach.

Zuletzt seien noch die Inselketten erwähnt, die als Wellenbrecher vor der Küste des Festlandes fungieren. Sie sorgen ebenfalls dafür, dass keine gefährlichen Wellen die Küste erreichen. Dadurch bleibt das Sediment, welches die Flüsse an die Küste tragen, dort und wird nicht vom Meer fortgetragen.

Neben dem Wattenmeer der Nordsee existieren noch weitere, ähnliche Gebiete auf der Erde. Keines davon ist jedoch so groß wie das der Nordsee. Beispielsweise gab es bis 2006 in Korea das weltweit zweitgrößte Wattenmeer, welches Saemangeum hieß. Ein Damm sollte dieses Gebiet landwirtschaftlich und industriell nutzbar machen. Als Folge trocknete das Wattenmeer aus, andere Teile wurden dauerhaft überschwemmt. Es verschwand als Lebensraum fast vollständig, was sich auch im Rückgang der dort früher rastenden Zugvögel zeigte. Als der Damm fertiggestellt wurde, zählte man noch fast 200.000 Vögel. Ein Jahr später waren es nur noch 88.000.

Saemangeum staudamm wattenmeer

Staudamm in Südkorea an der Küsten des Gelben Meeres, wo einst das Wattenmeer Saemangeum bestand


Daneben gibt es noch weitere, kleinere Gebiete, in denen sich durch Tidenhub Gebiete bilden, die dem Wattenmeer ähnlich sind. In den Tropen werden diese jedoch schnell von Mangroven überwachsen. Ein Wattenmeer, wie es in der Nordsee existiert, kann es nur in gemäßigten Zonen geben.

Ökologisches Gleichgewicht

Stabilität des Lebensraumes

Das Wattenmeer ist auf Ebbe und Flut angewiesen. Bleibt dieser regelmäßige Wechsel zwischen Überflutung und Austrocknung aus, ist der Lebensraum, wie in Korea gut erkennbar, schnell zerstört. Entsteht es auf natürliche Weise, ist es jedoch ein sehr stabiler Lebensraum, sofern der Mensch nicht zu sehr eingreift.

Tourismus kann dem Wattenmeer gefährlich werden. Gerade das Betreten der Dünen oder Sandbänke stört die heimischen Tierarten und verhindert, dass Pflanzen wachsen können. Zerstörte Dünen erhöhen außerdem die Gefahr von Überflutungen. Nur durch die Verwurzelungen der dort wachsenden Pflanzen bieten sie einen festen Schutz vor Hochwasser.

Auch die Fischerei bedroht das Wattenmeer. Fische und Schalentiere gibt es heute deutlich weniger in der Nordsee als noch vor wenigen 100 Jahren. Das beeinflusst auch das Watt und die dort hausenden Lebewesen, die sich von ihnen oder Kadavern ernähren.

Hinzu kommt die Gefahr von Katastrophen wie austretendem Öl oder der Klimawandel. Steigt der Meeresspiegel, wird das Wattenmeer zurückgedrängt.
Um die Küsten zusätzlich zu schützen, baut man sogenannte Lahnungen. Das sind Reihen aus Holzpfählen, die die Wellen brechen und damit das Wasser beruhigen. Dadurch setzt sich in diesen Bereichen schneller Sediment ab, wodurch über längere Zeit zusätzliches Land gewonnen werden kann. Das so gewonnene Land nennt man Koog.

Rolle und Bedeutung des Wattenmeeres

Das Wattenmeer gilt heute als Erholungsort. Bereits seit über 100 Jahren schätzen Patienten von Lungenkrankheiten die frische Seeluft. Früher waren es Tuberkulosepatienten, die an die Küste geschickt wurden, um ihre Symptome zu lindern. Heute sind es häufiger Personen mit Asthma, die dort Kuren buchen.

Hinzu kommt der Wellnessaspekt des Watts. Der Schlick ist reich an Mineralstoffen, reinigt die Haut und kann bei verschiedenen Krankheiten Linderung verschaffen. Masken oder Bäder in kaltem oder warmem Schlick helfen beispielsweise bei Rheuma, Arthrose oder Rückenschmerzen.

Im Wattenmeer leben etwa 250 endemische Arten. Das sind Tiere und Pflanzen, die ausschließlich im Wattenmeer vorkommen. Sie existieren in keinem anderen Lebensraum. Verschwindet das Wattenmeer, verschwinden unweigerlich auch sie.

Das Leben im Wattenmeer

Insgesamt leben im Wattenmeer über 10.000 verschiedene Tier- und Pflanzenarten. Dazu gehören größere Lebewesen wie Meeresvögel und Seehunde. Den Großteil der Bewohner im Watt machen aber Bodenbewohner wie Muscheln und Würmer aus.

wattwurm (Arenicola marina)

Wattwurm (Arenicola marina)


Der Boden ist keinen so starken Schwankungen, was Temperatur und Salzgehalt angeht, ausgesetzt. Die Bodenbewohner finden hier daher einen gleichmäßigeren Lebensraum und sich gleichzeitig vor Fressfeinden geschützt. Allerdings müssen sie mit dem geringen Sauerstoffgehalt und dem Schwefelwasserstoff auskommen und haben dafür verschiedene Strategien entwickelt.

Viele Muscheln im Watt haben einen eigenen Schnorchel, den sogenannten Siphon. Mit ihm saugen sie an der Oberfläche sauerstoffreiches Wasser an und geben verbrauchtes, sauerstoffarmes Wasser wieder ab. Gleichzeitig ernähren sie sich von Kleinstlebewesen und Algen, die sie mit ansaugen. Die Muschel selbst bleibt dabei die ganze Zeit tief im Boden und ist so vor hungrigen Seevögeln geschützt.

Es kommt vor, dass der Siphon von Fressfeinden abgebissen wird. Das stellt aber nur ein zeitweiliges Problem dar, da dieser nachwächst.
Würmer pumpen frisches Wasser in ihre Wohnröhren und versorgen sich dadurch mit Sauerstoff. Gleichzeitig oxidieren sie dabei den Schwefelwasserstoff zu Sulfat. Im Gegensatz zu Schwefelwasserstoff ist Sulfat ungiftig und damit für die Würmer ungefährlich.

gemeine herzmuschel Cerastoderma edule

Gemeine Herzmuschel (Cerastoderma edule)


Neben Muscheln und Würmern graben sich noch viele andere Tiere im Watt ein. In den ersten Zentimetern findet man Wattschnecken und Schlickkrebse. Daneben Herzmuscheln, Plattmuscheln und Seeringelwürmer. Eine Schicht darunter leben weitere Muscheln wie Pfeffermuscheln oder Sandklaffmuscheln sowie Sandpierwürmer. Die Hauptnahrung dieser Tiere sind Algen, die sie aus dem Watt beziehen. Die Algen leben auf oder in dem Watt oder werden vom Meerwasser herangetragen.

seezunge Solea solea

Seezunge (Solea solea)


Schollen und Seezungen nutzen das Watt als Aufzuchtort für ihre Jungtiere. Daher leben auch größere Krebse und Seevögel dort, die sich von den Fischen und anderen Lebewesen ernähren. Für Zugvögel ist das Wattenmeer außerdem ein Erholungsort auf ihrem Weg in den Süden. Sie finden dort ein reiches Nahrungsangebot und ausreichend Platz zum Ruhen. Die Seevögel brüten teilweise auf dem Boden in den Dünen an der Küste und auf den Nordseeinseln.

seehund Phoca vitulina

Seehund (Phoca vitulina)


Der größte Bewohner des Watts ist der Seehund. Die Tiere liegen in Gruppen am Strand oder auf Sandbänken, wo sie ruhen. Auf die Jagd gehen sie allein. Ausgewachsene Tiere ernähren sich von Fischen. Jungtiere machen Jagd auf Krebse und Weichtiere.

Auf dem salzigen Boden in Küstennähe können nicht alle Pflanzen problemlos wachsen. Der Queller und das Schlickgras sind zwei, denen das Salz nichts ausmacht. Der Queller speichert Salz bis er es mit Wasser verdünnen kann. Das Schlickgras nimmt das Salz zunächst auf, schleust es dann aber durch besondere Drüsen wieder aus seinem System.

Diese Pflanzen bieten Seevögeln Brutplätze. Außerdem finden sich auf den mit ihnen bewachsenen Dünen bis zu 2000 verschiedene Insektenarten, welche weitere Vögel anlocken.

Die Sedimente

Die Sedimente des Wattenmeers lassen sich in drei Arten unterteilen: Schlickwatt, Sandwatt und Mischwatt.
Das Schlickwatt ist das feinste Sediment. Seine Körner sind im Schnitt nicht größer als 0,06 mm. Schlickwatt setzt sich dort ab, wo besonders wenig Wasserbewegungen ankommen. Das ist vor allem an der Küste der Fall. Man erkennt das Schlickwatt an der schwarzen Farbe, die durch das Eisensulfid entsteht. Darauf zu laufen ist schwierig, weil die feinen Körnchen kaum Widerstand geben und man daher tief einsinkt.

Das Sandwatt setzt sich in Gebieten mit starken Wasserbewegungen ab. Dort bleiben nur Körner ab einer Größe von über 0,1 mm liegen. Man findet es vor allem um die Priele, da diese mit ihren starken Strömungen feinere Sedimente wegtragen. Optisch ist Sandwatt an seiner Rippenstruktur erkennbar. Darauf zu laufen, ist deutlich einfacher als auf dem Schlickwatt.

Das Mischwatt ist eine Mischung aus Schlick- und Sandwatt. Es findet sich in den Übergangsgebieten.

Zusammenfassung

  1. Mit dem Begriff „Wattenmeer“ ist meistens das Wattenmeer der Nordsee gemeint.
  2. Das Wattenmeer der Nordsee ist mit etwa 8000 Quadratkilometern der mit Abstand größte Lebensraum dieser Art auf der Erde.
  3. Der Boden des Watts besteht aus verschiedenen Sedimenten wie Sand oder Ton sowie tierischen und pflanzlichen Teilen.
  4. Die Sedimente werden von den Wellen aus den tieferen Bereichen des Meeres an die Küste getragen oder durch Flüsse (Elbe, Weser) ins Wattenmeer gespült.
  5. Das Wattenmeer umfasst neben dem durch Tidenhub abwechselnd trocken und feucht liegenden Gebieten noch die Inseln der Nordsee, Sandbänke sowie die Dünen an der Küste des Festlandes.
  6. Auch bei Ebbe durchziehen Priele (Wasserläufe), welche bis zu 30 m tief sein können und starke Strömungen aufweisen, das Watt.
  7. Die Dünen auf dem Festland dienen als Schutz vor Überschwemmungen, welche auch das Wattenmeer schädigen würden.
  8. Salzgehalt und Temperatur im Wattenmeer schwanken durch Regen, Frost und Sonne stark.
  9. Der faulige Geruch des Watts kommt von dem Eisensulfid, welches sich bei Sauerstoffmangel bildet.
  10. Mit etwa 7000 Jahren ist das Wattenmeer ein junger Lebensraum.
  11. Begünstigt hat die Bildung des Wattenmeers der flach abfallende Meeresboden der Nordsee, die vielen Flusszuläufe sowie die Inselketten.
  12. 2006 verschwand durch einen Damm das zweitgrößte Wattenmeer der Welt in Korea.
  13. Wird das Wattenmeer nicht mehr durch Ebbe und Flut überschwemmt und kann trocknen, ist der Lebensraum schnell zerstört.
    Der größte Feind des Wattenmeeres ist der Mensch.
  14. Touristen, die auf Dünen und Sandbänke treten, stören dort rastende Tiere, brütende Vögel und zerstören die Pflanzen.
  15. Da Fische für die Bewohner des Wattenmeeres eine wichtige Nahrungsquelle sind, gefährdet auch die Fischerei ihr Überleben.
  16. Steigt der Meeresspiegel durch den Klimawandel nur um wenige Zentimeter, können mehrere Quadratkilometer Wattenmeer unwiederbringlich verloren gehen.
  17. Als Koog bezeichnet man durch Holzpfahlreihen im Watt künstlich gewonnene Landmasse.
  18. Der Seeluft und dem Schlick des Wattenmeers werden heilende Kräfte zugesprochen.
  19. Über 250 verschiedene Tier- und Pflanzenarten kommen nur im Wattenmeer vor.
  20. Insgesamt leben über 10.000 Tiere und Pflanzen dauerhaft oder zeitweise im Wattenmeer.
  21. Der Boden ist durch seine beständigeren Umwelteinflüsse der dichteste bewohnte Ort im Wattenmeer.
  22. Im Watt leben Muscheln, Würmer, Krebse und Schnecken, die sich von Algen, Aas und Kleinstlebewesen ernähren.
  23. Für Schollen und Seezungen dient das Watt als Aufzuchtort für ihre Jungen.
  24. Von den Fischen ernähren sich größere Krebse und Vögel.
  25. Seehunde ruhen am Strand oder auf Sandbänken und machen im Meer Jagd auf Fische.
  26. Queller und Schlickgras sind zwei Pflanzenarten, die sich an den hohen Salzgehalt im Boden des Wattenmeeres gewöhnt haben.
  27. Die so bewachsenen Dünen dienen als Brut– und Rastplätze für Vögel.
  28. Das Schlickwatt ist das feinste Sediment im Watt mit einer Körnergröße von weniger als 0,06 mm.
  29. Die Körner des Sandwatts sind mindestens 0,1 mm groß.

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