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Was ist Wokeness: Definition, Bedeutung und Kritik


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Wokeness bzw. Woke (deutsch: Wachheit) steht für ein niederschwelliges Empfinden von Ungerechtigkeit und Diskriminierung. Lange Zeit erhob die Kirche den Anspruch als Ordnungsmacht, wodurch Harmonie zwischen den Menschen hergestellt werden sollte, indem die 10 Gebote und die Lehre der Bibel als Richtlinien für Gerechtigkeit und Moral galten. In der Moderne wurde die Kirche in der westlichen Welt weitestgehend zurückgedrängt und verlor an Einfluss. Dort entstanden gesellschaftliche Bewegungen, um neue Ordnungssysteme für das harmonische und respektvolle Zusammenleben der Menschen zu garantieren. Anhänger, welche sich dem Wokeness zugehörig fühlen, ergreifen Schutzfunktionen (z.B. Sprachpolizei), um ein Zusammenleben in Respekt und Gleichberechtigung herzustellen bzw. aufrecht zu erhalten.

Woke als Jugendwort

Kaum ist ein Begriff in Mode gekommen, fühlt sich jeder halbwegs gebildete Mensch bemüßigt, diesen zu benutzen. Plötzlich ist jede Erzählung ein „Narrativ“ – und alles redet davon, „woke“ zu sein. Beide Begriffe entspringen jedoch nicht der Jugendsprache, sondern dem linken Bildungsbürgertum. Wer sie benutzt, sieht sich als einer besonders bewussten gesellschaftlichen Szene als zugehörig an. Er richtet seine Verhaltensweisen und Einstellungen entsprechend einer bestimmten Moral aus.

Interessant sind die Zusammenhänge zwischen den Haltungen der „Wokeness“ und der „Political Correctness“ der Amerikaner, sowie dem Begriff der „Cancel Culture“. Alle drei kennzeichnen verinnerlichte moralische Haltungen, die im Kern einer guten Sache dienen wollten. In der Ausführung erweist sich aber oft, dass der moralische Zeigefinger von einer bestimmten Klientel exzessiv erhoben und mit der Wucht einer verbalen oder aktionistischen Steinzeitkeule geschwungen wird.

Wokeness: Definition und Bedeutung

Gemäß Definition steht der Begriff „Wokeness“ für eine erhöhte Sensibilität, Bewusstheit oder Wachheit gegenüber rassistischen Bemerkungen oder Taten, sexistischen Diskriminierungsversuchen oder sozialer Ungleichheit. Im Englischen heißt „he woke up“ übersetzt „er wachte auf“ oder „er erwachte“. „To be woke“ bedeutet demnach „wachsam sein“. Dabei kann Wokeness gelegentlich einer engstirnige Haltung entspringen kann oder gar militante Konnotationen haben kann. Darin liegt dann eine Gefahr.

Etwas umfassender definiert, wird „Wokeness“ als eine auf das Weltgeschehen gerichtete, beobachtende und wahrnehmende Wachheit und Wachsamkeit verstanden. Wokeness ist demnach eine innere Haltung, die allen Ungerechtigkeiten und Diffamierungen aufmerksam und wachsam begegnet. Der wachsame und wache Blick richtet sich vornehmlich gegen antisemitische Tendenzen, Sexismus, Rassismus, Gewalt gegen Frauen oder Kinder. Er nimmt aber auch gesellschaftliche Missstände wie die Massentierhaltung oder die Umweltzerstörung auf`s Korn.

Eine Haltung der Wokeness genügt sich aber nicht allein in Wachsamkeit. Woke-Vertreter agieren auch tatkräftig, um solche Zustände zu beheben und zu beseitigen.

Welche Risiken beinhalten solche Begriffe?

Wer nach eigener Ansicht „woke“ ist, erhebt die Stimme, wo auch immer etwas nicht in Ordnung zu sein scheint. Diese Haltung ist der Gegenpart zum kollektiven Wegsehen, sobald etwas Kritisierenswertes geschieht. Wokeness kann aber auch zu einer übertriebenen Haltung werden, die sich an jedem und allem aufhängt. Insofern scheint „Wokeness“ in Anspruch und Umsetzung ein genauso schwieriger Begriff zu sein wie „Political Correctness“. Die Frage ist, wo die Grenzen gesetzt werden und wo „Wokeness“ oder „Political Correctness“ durch ein starres Verständnis selbst zum Problem werden.

Ein Internet-Artikel setzt „Wokeness“ oder „Woke Culture“ in Verbindung zur „Cancel Culture“. Darunter wird die öffentliche Ächtung vermeintlichen Fehlverhaltens bei öffentlich wirksamen Personen wie Politikern oder Prominenten bezeichnet. Die Ächtung öffentlicher Personen oder Unternehmen geht zum Teil so weit, dass die Betroffenen an der Berufsausübung gehindert werden. Sie werden in sozialen Netzwerken mit Hasskommentaren überschüttet. Bekannte Personen oder Unternehmen müssen Reputationsverluste hinnehmen. Ihre Anliegen werden nicht mehr unterstützt. Man kauft nichts mehr von Herstellern, die in Misskredit geraten sind.

Die „Cancel Culture“ sei, so merken Kritiker an, ein Ableger der „Political Correctness.“ Mit diesem Begriff wird eine moralische Haltung der Korrektheit skizziert, die vor allem in den USA hochgehalten wird. Politisch zu 100 Prozent korrekt zu sein, ist im Grunde ein unerfüllbares Ideal. Dieses Konzept geht davon aus, dass man versuchsweise vermeidet, diskriminierende, rassistische, antisemitische, beleidigende oder herabsetzende Begriffe zu nutzen, die Personen oder Bevölkerungsgruppen diskreditieren oder in ihrer Würde beschädigen.

„Political Correctness“ ist vor allem ein gut gemeintes Konzept. Dieses verkörpert einen gesellschaftlichen Anspruch, der Korrektheit zum allgemeingültigen Maßstab macht. Dagegen ist prinzipiell nichts einzuwenden. Die Frage ist nur, wo eine öffentliche Zensur beginnt und wo das hohe Gut der Meinungsfreiheit endet. Wenn im Zuge solcher Haltungen dazu übergegangen wird, jedwede plötzlich als „anstößig“ wahrgenommene Markenbezeichnung abzuändern, nur weil sie jemandem missfallen könnte, ist womöglich eine Grenze zum Absurden überschritten. Das überzogene Verständnis der Begriffe „Wokeness“, „Cancel Culture“ oder „Political Correctness“ kann zu einer Kultur führen, die in ihrem Wesen intolerant und engstirnig ist.

Wie Wokeness zum Problem werden kann

Die Eliminierung von rassistischen, beleidigenden oder diskriminierenden Markenbezeichnungen in allen Ehren. Doch sie ändert nichts daran, dass diese Begrifflichkeiten und das, wofür sie stehen, weiter in den Köpfen mancher Menschen herumgeistern. Wer einen Farbigen beleidigen will, nennt ihn weiterhin „Neger“ oder „Nigger“. Wer jedoch im Laden nach Negerküssen oder Mohrenköpfen fragt, verbindet damit meist keine rassistischen Beleidigungen und Herabsetzungen. Er ist einfach gedankenlos. Alternativ mangelt es ihm an einem alternativen Begriff, der seinen Wunsch nach Süßem mit Schokoladenüberzug verständlich macht.

Zweifellos ist es richtig, solche überkommenen, oft dem Kolonialismus, dem Ethnozentrismus – der Sichtweise, das eigene Volk sei der Nabel der Welt – oder dem Antisemitismus entsprungenen Begriffe kritisch zu hinterfragen. Es ist sogar richtig, sie gegebenenfalls auszutauschen. Die Frage ist nur, welcher Anlass oder welcher gesellschaftliche Zwang dafür gesorgt hat. Wenn man auf einmal allen Konsumenten durch eine neue Markenbezeichnung beweisen muss, „woke“, politisch korrekt und der „Cancel Culture“ verhaftet zu sein, ist es das falsche Motiv. Man hätte selbst darauf kommen können, dass eine Markenbezeichnung wie „Mohrenkopf“ vielleicht nicht mehr zeitgemäß ist.

Wenn aber selbst das wieder aufgebaute Berliner „Humboldt-Forum“ sich nicht aus dem „Würgegriff der Wokeness“ befreien kann, wie die Zeitung „Welt Online“ am 25.3.2021 einen Artikel überschrieb, dann ist Holland in Not. Wokeness wird zum Problem. Begriffe wie „Afrika“ oder „Negrita“ werden mittlerweile von bekannten Produkten eliminiert. Sie werden durch Bezeichnungen ersetzt, die heutzutage als nicht anstößig gelten. Es erhebt sich die Frage: Warum streicht man solche Begriffe nicht auch aus dem Weltatlas, aus Straßennamen, Buchtiteln und Familiennamen?! Oder anders formuliert: Wie weit darf Wokeness eigentlich gehen?

Zwischen Gutmenschen und radikalen Woke-Culture-Aktivisten

Hinter der Idee der Woke-Kultur steckt ein guter Gedanke. Wir sollten danach streben, bewusster und wachsamer für Sprache und Begrifflichkeiten zu werden. So weit, so akzeptabel. Wer das zu 100 Prozent umsetzen möchte, könnte aber nun als „Gutmensch“ diffamiert werden.

Allein der Versuch, solche Ideale als im Kern wichtige und richtige Anliegen anzusehen und zu 100 Prozent zu leben, muss scheitern. Wokeness hat natürliche Grenzen, wie die etwas ironische Frage nach dem Löschen anrüchiger Länder- und Ortsbezeichnungen im Weltatlas nahelegt. Jedenfalls sollte es so sein. Die Tatsachen sprechen aber eine andere Sprache.

Einige woke Zeitgenossen sehen Wokeness als Mittel an, das ihnen das Recht gibt, alles öffentlich anzuprangern, was ihnen missfällt. Eine interessante Frage ist folglich: Wem dient Wokeness und was kann sie im besten Falle erreichen? Kann eine moralisierende Haltung auch ins Gegenteil verkehrt werden und zu Auswüchsen führen, die der Sache, um die es geht, letzten Endes schaden?

In der Ethik wird die Woke-Bewegung auf solche Fragen hin untersucht. Die Ethik hinterfragt dabei nicht nur die Verhältnismäßigkeit der eingesetzten Mittel von woken Gruppierungen. Sie betrachtet auch die Folgen, die eine solche Haltung haben kann. Außerdem weisen kritisch denkende Menschen darauf hin, dass durch falsch verstandene Wokeness ein Paradox entstehen könnte: Wenn jemand eine diskriminierende Einstellung von jemand anderem mit verbaler Entschiedenheit zurückweist, kann er dadurch selbst zum Diskriminierenden werden.

Thema der Medien- und Informationsethik sind die Auswirkungen von Haltungen wie Wokeness, Political Correctness und Cancel Culture in den sozialen Medien. Thema der Politik– und Wirtschaftsethik sind die Implikationen, die in den Bereichen Politik oder Wirtschaft daraus entstehen können.

Die „Neue Zürcher Zeitung“ (NZZ) sieht Wokeness in einem Artikel als eine „gesteigerte Form der Political Correctness“. Man solle als woker Zeitgenosse wachsam sein, über andere richten und sich dabei auch noch gut fühlen. Schon in diesem Satz steckt so viel Überheblichkeit und Moralismus, dass man sich wundert, wie verbreitet woke Haltungen insbesondere unter jungen Menschen sind.

Ein kritischer Blick auf woke Haltungen

Fakt ist, dass es tatsächlich viele kritisierenswerte Zustände auf Erden gibt. Warum sie einem erst ins Auge fallen, wenn man sich als woker Zeitgenosse versteht und in der Öffentlichkeit entsprechend erregt, ist aber eine gute Frage. Profitiert jemand aber ökonomisch von kritisierenswerten Zuständen, wird es richtig schwierig.

In der Unterhaltungsbranche existiert laut Neuer Zürcher Zeitung längst eine Haltung der Doppelmoral – und vermutlich nicht nur dort. Der Anspruch, die Welt durch woke Haltungen besser zu machen, klingt durchaus berechtigt und ehrenwert. Wenn jedoch die neue „Korrektheit“ zu einer intoleranten, engstirnigen und in sich selbst diskriminierenden Haltung wird, ist ihre Schattenseite sichtbar geworden. Im Buddhismus wird die Motivation hinter einem Handeln als der wesentliche Teil gesehen. Ob jemand absichtsvoll oder unabsichtlich anderen Schaden zufügt, wird im Ausmaß der karmischen Folgen unterschiedlich bewertet.

Auch in Bezug auf Wokeness, „Political Correctness“ oder der „Cancel Culture“ ist die Motivation für ein bestimmtes Handeln oder eine heftig verteidigte Einstellung entscheidend. Wenn sich eine Haltung der Wokeness darin gefällt, nun ihrerseits zu diskriminierenden, intoleranten und herablassenden Einstellungen zu führen, ist sie von Scheinheiligkeit unterfüttert.

Wokeness wird dem Artikel in der „Neuen Zürcher Zeitung“ zufolge in diesem Fall als eine Art von höherem Bewusstsein für die beklagenswerten Zustände auf Erden gesehen. Woke zu sein, ist in. Diese Haltung gestattet es jedem, über andere zu richten, sich selbst davon auszunehmen und jene zu unterstützen, die es der woken Sichtweise nach mehr verdienen als andere.

Umweltschützer wie Greta Thunberg oder Greenpeace sind demnach woke. Amazon, Peter Handke, Harvey Weinstein oder Prinz Andrew sind es nicht. Es gibt jedoch keinen verbindlichen gesellschaftlichen Konsens darüber, wo genau Wokeness stattfindet und was sie begrenzt. Einig sind sich woke Zeitgenossen nur darin, dass sie viele Dinge unakzeptabel finden. In der Welt der Twitter-Fans, der Influencer und Facebook-Nutzer bildet sich eine woke Klasse heraus, die als anonyme Mehrheit das Tagesgeschehen mit moralischer Haarspalterei und Erbsenzählerei kommentiert. Die Idee der Wokeness wird so zur gesellschaftlichen Denkschablone. Diese kann potenziell alles ins Visier nehmen, was nicht passt, so schlussfolgert der NZZ-Autor.

Was woke Haltungen im öffentlichen Leben bewirken

Der Trend zur Wokeness führt mittlerweile dazu, dass sich privilegierte Menschen dafür entschuldigen, privilegiert zu sein. Sie sehen sich gelegentlich genötigt, darauf hinweisen, dass sie es nicht immer waren. Bisher war es unvorstellbar, dass man berühmte Werke der Weltliteratur von vermeintlich rassistischen, antisemitischen oder eine bestimmte Gesellschaftsschicht diskreditierenden Inhalten säubern will. Doch es geschieht tatsächlich. Eine falsch verstandene Wokeness sorgte bereits dafür, dass Mark Twains Buch „Tom Sawyer“ oder Margaret Mitchells Epos „Vom Winde verweht“ sprachlich woken Einstellungen angepasst wurden.

Die missverstandene Über-Interpretation der Wokeness erinnert stark an die Auswüchse der McCarthy-Ära in den USA. Dieser Zeitabschnitt fand zwischen 1947 und 1956 statt. Volkes Zorn richtete sich damals gegen echte und vermeintliche Kommunisten und deren echte oder angenommene Unterstützer. Wer kommunistischer Haltungen oder der Mitläuferschaft verdächtig war, wurde denunziert. Er wurde auf seine Gesinnung hin überprüft und gegebenenfalls gesellschaftlich geächtet. Im Extrem könnte auch eine übertriebene Haltung der Wokeness zu Hetze, Intoleranz und Diffamierungen führen.

Der amerikanische Journalist Matthew Yglesias prägte den Begriff „The Great Awokening“. Dieser Begriff ist ein satirischer Rückgriff auf den Begriff „The Great Awakening“ für die christliche Erweckungsbewegungen, welche die USA im 18. und 19. Jahrhundert erlebten. Damals führen diese Bewegungen tatsächlich zu politischen Veränderungen. Sie sorgten beispielsweise mit für die Abschaffung der Sklaverei. Sie setzten das Frauenwahlrecht auf breiter Basis durch oder richteten sich gegen Alkoholismus in der Öffentlichkeit. Was die damaligen Eiferer jedoch ansonsten bewirkten, gleicht in vielem den heutigen „Shitstorms“ auf Facebook.

Fazit

Die Form der moralischen Ereiferung ändert sich. Nicht aber das Bedürfnis der Menschen, sich zu ereifern und über andere zu richten. Wokeness war ursprünglich gemeint als gesteigertes soziales Bewusstsein, das kritisierenswerte Tendenzen, Haltungen und Zustände auf Erden verbessern wollte. Wenn Wokeness jedoch durch Übereifer und Engstirnigkeit zum Gegenteil verkehrt wird, ist sie autoritär. Damit führt die Wokeness sich selbst ad absurdum.

Nicht nur der beliebte US-Komiker Kevin Hart bekam die Schattenseite der Wokeness zu spüren. 2018 sollte Hart eigentlich die „Oscar“-Verleihung moderieren. Woke Zeitgenossen verhinderten das durch die systematische Suche nach belastenden Tweets, die Hart mit früheren Witzen über Homosexuelle in Misskredit brachten. Die „Oscar“-Verleihung wurde folglich von jemandem anders moderiert. Heutzutage wird in den USA jedwede harmlos klingende Äußerung auf nicht-woke Inhalte abgetastet.

Da die Amerikaner sich schon mit den Schattenseiten der „Political Correctness“ erheblich belastet hatten, werden sie nun unter neuer Flagge mit ihren rassistischen, antisemitischen oder diskriminierenden Einstellungen konfrontiert. Das ist an sich durchaus sinnvoll. Nur die Form, in der die Konfrontation in aller Öffentlichkeit erzwungen wird, lässt zu wünschen übrig. Der moralische Zeigefinger ist mittlerweile zu einer Art verbaler Steinzeitkeule geworden. Als Verstärker und Verfremder solcher Trendbegriffe und ihres Inhalts wirken das Internet und die sozialen Medien.

Solche Begrifflichkeiten kritisch zu hinterfragen, ist sinnvoll und notwendig. Die interessante Frage ist, wer die moralische Keule bevorzugt schwingt – und wem das am Ende dient. Schon bedienen sich manche Unternehmen oder Institutionen des „Woke-Washings“. Unter dem Deckmantel der Wokeness nutzen sie entsprechende Strategien zur Gewinnmaximierung oder zu Marketingzwecken. Sie bewerben beispielsweise verbal den Einsatz für Woke-Werte, ohne diesen Werten jedoch nachweislich zu folgen. In ähnlicher Weise bedienen sich viele Institutionen und Unternehmen des „Green-Washings“. Sie stellen sich als Verfechter der Nachhaltigkeit dar, tun aber nicht wirklich etwas in dieser Sache.

Eine vorgeblich progressive, für Nachhaltigkeit werbende, sozial engagierte, divers aufgestellte und zugunsten der Umwelt engagierte Haltung wird mittlerweile als Woke-Kapitalismus bezeichnet. Dieser Begriff löst den „Raubtierkapitalismus“ oder den „Turbo-Kapitalismus“ ab. Letztlich diesen alle Varianten des Kapitalismus dem eigenen Image als gesellschaftlich akzeptierte und am Zeitgeist orientierte Instanz. Am Ende dient auch die neue Haltung dem kapitalistischen Grundgedanken: möglichst viel Geld zu verdienen.


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